{"id":338,"date":"2012-12-15T18:40:19","date_gmt":"2012-12-15T18:40:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jockheck.de\/?p=338"},"modified":"2025-05-28T14:34:17","modified_gmt":"2025-05-28T14:34:17","slug":"die-reise-nach-feldthurns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jockheck.de\/?p=338","title":{"rendered":"Die Reise nach Feldthurns"},"content":{"rendered":"<h3>Vorbereitungen<\/h3>\n<p><strong>Bludenz, 08.07.2012 &#8211;<\/strong> Es beginnt mit\u00a0 einer kurzen Tour durch Bludenz. Zuvor hatte ich meinen Bruder einige Tage in Siggenthal besucht und mich von meinen Eltern nach Bludenz bringen lassen. Von hier aus soll es morgen fr\u00fch zu einer mehrt\u00e4gigen Tour in Richtung Feldthurns gehen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDoch heute Abend hei\u00dft es erst noch mal Kr\u00e4fte sammeln und die Unruhe im Bauch zu verarbeiten: Habe ich alles eingepackt? Bin ich konditionell ausreichend vorbereitet? Werde ich heile in Feldthurns ankommen? Was erwartet mich auf dieser Tour?<br \/>\nDen Blick auf diesen Abend gerichtet mache ich noch mal eine kleine Tour durch Bludenz, fahre Pizza essen und erkunde den Ort.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=354\" rel=\"attachment wp-att-354\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-354\" alt=\"Bludenz am Abend\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0892.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0892.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0892-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Bludenz am Abend<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731588\/KDM7ZYGi7ZBpZOBuLF1L\">http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731588\/KDM7ZYGi7ZBpZOBuLF1L<\/a><\/p>\n<p>Abends teste ich dann noch mal Schwimmbad und Sauna des Hotels um ein wenig zu entspannen, sofern davon vor der ersten Fernradtour in Eigenregie die Rede sein kann.<\/p>\n<h3>Tag 1 &#8211; Bludenz &#8211; Tschuppbach<\/h3>\n<p><strong>Bludenz, 09.07.2012 &#8211;<\/strong> Um sechs klingelt der Wecker, aber meine innere Uhr und Unruhe haben mich auch so rechtzeitig geweckt. Ab 06:30 Uhr fr\u00fchst\u00fccken, das ist nicht in jedem Hotel m\u00f6glich. Hier bin ich heute nicht der einzige &#8222;Fr\u00fchaufsteher&#8220;, der einen herrlichen Panoramablick auf die Berge beim Fr\u00fchst\u00fcck genie\u00dft. \u00dcber den Bergspitzen h\u00e4ngt eine dicke Wolkendecke, so hoch hinaus wie gestern Abend kann man heute nicht schauen. Gut gest\u00e4rkt checke ich um 7:30 aus um mich auf den Weg ins unbekannte zu machen. Noch mal ein Blick ins Zimmer. Ich habe hoffentlich alles eingepackt? Zumindest liegt nix mehr rum. Auf gehts also zum ersten Einzelabenteuer in den Bergen.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=363\" rel=\"attachment wp-att-363\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-363\" alt=\"Die Berge um Bludenz am Morgen.\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0906.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0906.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0906-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Die Berge um Bludenz am Morgen.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Abseits der Hauptstra\u00dfe geht es auf gut ausgebauten Radwegen in Richtung Schruns und anschlie\u00dfend weiter in Richtung Partennen. Leider ist der Radweg dann teilweise jedoch nicht mit dem Rennrad befahrbar, soda\u00df ich auf die Hauptstra\u00dfe ausweichen muss. Trotzdem komme ich gut voran bis ich mit Partenen den Fu\u00df des Silvrettapasses erreiche.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=366\" rel=\"attachment wp-att-366\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-366\" alt=\"Hier beginnt die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe.\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0909.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0909.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0909-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Hier beginnt die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Ich passiere die Mautstelle und der Aufstieg in die Wolken des Silvretta beginnt. Der Berg ist da und er gibt bei seinen Kehren keinen einzigen H\u00f6henmeter freiwillig ab. Auf halber H\u00f6he entschlie\u00dfe ich mich zu einer kurzen Pause um den Puls wieder in den Normalbereich zu bringen. Nieselregen beginnt, Reisebusse und LKW passieren meinen Pausenplatz. Was hilfts&#8230; weiter gehts. Auf der zweiten H\u00e4lfte dieses Passes werde ich von einigen Bauwagen \u00fcberholt, welche von Traktoren jeden Baujahres gezogen werden. Der Nieselregen hat sich in dichten Nebel gewandelt und die Traktorfahrer sind dankbar wenn sie mich (kaum schneller als dieser verr\u00fcckte Rennradfahrer) \u00fcberholen.<\/p>\n<p>Der Vermuntstausee auf ca. 1700 m ist von der Stra\u00dfe aus nur zu erahnen, so dicht ist hier der Nebel. Aber der Blick nach oben l\u00e4sst hoffen. Zwar kein blauer Himmel aber es wird deutlich heller. Vier Kehren sp\u00e4ter wird es pl\u00f6tzlich blau \u00fcber mir und die Sonne kommt durch. Nur noch einzelnen Nebelschwaden st\u00f6ren zwischendurch den Blick auf den wundersch\u00f6nen Silvrettastausee: Der erste Pass ist gemeistert. Ein kurzer Fotostop vor der Passbeschilderung und dann ein Anruf bei meinem Kollegen. Er hat heute Geburtstag und nach einiger Zeit gelingt es ihm auf der Silvretta-Webcam zu lokalisieren und ein Erinnerungsfoto f\u00fcr mich und die Kollegen zu schie\u00dfen.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=369\" rel=\"attachment wp-att-369\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-369\" alt=\"Oben!\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0912.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0912.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0912-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Oben!<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Was folgt ist eine rasante Abfahrt fast ohne Kehren den Berg hinab. Der Tacho zeigt minutenlang Geschwindigkeiten jenseits der 70 km\/h an und es ist wie fliegen! Es dauert trotzdem noch einige Zeit bis mir bewusst wird das ich gerade meine erste Solo-Abfahrt genie\u00dfe. V\u00f6llig frei vom Alltag und berauscht von der Geschwindigkeit sause ich den Berg hinunter bis Galt\u00fcr. Dort g\u00f6nne ich mir als Belohnung f\u00fcr die erste Etappe ein alkoholfreies Weizenbier und eine lecker Pita beim Italiener. Relaxt!<\/p>\n<p>Ich beschlie\u00dfe die weitere Fahrt ruhiger angehen zu lassen um noch mehr von der atemberaubenden Landschaft zu inhalieren. Es geht nun Abseits der Hauptstra\u00dfe auf teilweise abenteuerlichen Feldwegen an den Bergh\u00e4ngen entlang. Auf dem Weg durch viele kleine Orte kann ich es immer wieder kaum fassen wie sch\u00f6n die Natur hier ist. Erst in Landeck entschlie\u00dfe ich mich zu einer weiteren gr\u00f6\u00dferen Pause. Im Supermarkt kaufe ich ein wenig hochkalorieges Proviant f\u00fcr die weitere \u00a0Strecke. Die n\u00e4chsten Kilometer mache ich im Eiltempo wieder auf der Hauptstra\u00dfe bis ich kurz vor Untergufer die M\u00f6glichkeit finde auf den gut ausgebauten Radweg zu wechseln. Aus Rasen wird wieder Reisen.<\/p>\n<p>Wo werde ich heute Abend schlafen? Angenehm \u00fcberrascht stelle ich fest, da\u00df es immer wieder gut bezahlbare freie Zimmer gibt. Der Blick aufs Wetter gestattet noch einige Zeit des Radelns, aber in der Ferne sammeln sich die Wolken \u00a0an den Bergh\u00e4ngen. So entschlie\u00dfe ich mich gegen 16 Uhr bei einem sympatischen Gasthof in Tschuppbach\u00a0einzukehren und mir ein Zimmer zu nehmen. Der Blick auf den Tacho zeigt es mir an: 121,5 km, 1972 hm liegen hinter mir. Als ich aus der Dusche komme regnet es drau\u00dfen&#8230; das war Timing. Abends sitze ich noch ein wenig im Schankraum des Gasthofes und werde von den \u00f6rtlichen Handwerkern zum Plausch eingeladen. Anfangs ist es schwierig den ungewohnten Dialekt zu folgen, aber mit der Zeit wird es besser. Ich erz\u00e4hle von meinen Erlebnissen auf der ersten Etappe und erfahre einiges \u00fcber die Abh\u00e4ngigkeit dieses Fleckens vom Tourismus. Irgendwie scheinen sehr vielen direkt und indirekt davon abh\u00e4ngig zu sein und ich genie\u00dfe die warme Gastfreundschaft mit der man hier dem Fremden mit seinem Fahrrad begegnet. M\u00fcde falle ich sp\u00e4ter ins Bett: Die erste Etappe ist geschafft.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=380\" rel=\"attachment wp-att-380\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-380\" alt=\"Gasthof Tschupbach\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0923.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0923.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0923-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Gasthof Tschuppbach<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731599\/OHJLw7CD8729cUBeGFCT\">http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731599\/OHJLw7CD8729cUBeGFCT<\/a><\/p>\n<h3>Tag 2 &#8211; Tschuppbach &#8211; Terlan<\/h3>\n<p><strong>Tschuppbach, 10.07.2012 &#8211;<\/strong> Auch in Tschuppbach gibt es wieder ein leckeres und reichliches Fr\u00fchst\u00fcck und ich schmiere mir ein kleines Lunchpacket. Mein Rad hat im offenen Radschuppen \u00fcbernachtet und mir f\u00e4llt ein, da\u00df ich es gar nicht abgeschlossen habe. Erleichtert stelle ich fest, da\u00df es immer noch unversehrt an Ort und Stelle steht als ich mich auf zur Weiterfahrt mache. Wieder geht es \u00fcber einen gut ausgebaute Rad- und Wirtschaftswege weiter in Richtung Pfunds und dann Richtung Reschenpass. Die Beschilderung ist gut, verfahren fast unm\u00f6glich. Ges\u00e4umt wird mein Weg durch beeindruckende Zweitausendern zur Rechten und zur Linken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=376\" rel=\"attachment wp-att-376\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-376\" alt=\"Fr\u00fchst\u00fcck (Teil 1)\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0919.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0919.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0919-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Fr\u00fchst\u00fcck (Teil 1)<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Hinter Pfunds rolle ich an einer Gruppe von Mountainbikern vorbei. Man gr\u00fc\u00dft sich freundlich und w\u00fcnscht sich eine Gute Fahrt. Dann endet die Idylle abrupt: &#8222;Der Reschenpass ist f\u00fcr Radfahrer gesperrt!&#8220;. Damit habe ich nicht gerechnet, was nun?<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=382\" rel=\"attachment wp-att-382\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-382\" alt=\"Ende der Radtour?\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0926.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0926.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0926-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Ende der Radtour?<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Jetzt bin ich froh die gute alte Papierkarte eingesteckt zu haben denn so bekomme ich schnell einen \u00dcberblick \u00fcber die geographische Situation und entschlie\u00dfe mich f\u00fcr die Streckenvariante \u00fcber die Mautstra\u00dfe nach Martina (auf ca. 1000 m). Diese Strecke scheint gl\u00fccklicherweise f\u00fcr Radfahrer freigegeben zu sein. Der Blick zum Himmel jedoch verhei\u00dft nichts gutes. Auf halber Strecke Richtung Martina setzt str\u00f6mender Regen ein und bei einer kurzen Verschnaufpause in einer Galerie sehe ich nur eine L\u00f6sung, die eh auf der Strecke liegt: Ab Martina in Richtung Norbertsh\u00f6he (1461 m) hinauf und das hoffentlich schneller als die Wolken. Hier unten gibt&#8217;s genug Wolkennachschub f\u00fcr einen ganzen Regentag. Warten zwecklos. Also fahre ich v\u00f6llig durchn\u00e4sst und verschwitzt weiter in Richtung Martina und dann hinauf zur Norbertsh\u00f6he. Unterwegs treffe ich noch einen Niederl\u00e4nder auf Fernreise. Mit seinem Treckingrad und allen erdenklichen Packtaschen am Rad will er Richtung Venedig reisen. Wir tauschen noch einige Infos \u00fcber den geplanten Streckenverlauf aus und dann entschlie\u00dfe ich mich m\u00f6glichst schnell diesem Regeninferno zu entkommen und tats\u00e4chlich gelingt es mir. Auf der Norbertsh\u00f6he scheint die Sonne.\u00a0Ich kann es kaum erwarten den Reschenpass zu erreichen und so geht es nach kurzer Pause weiter Richtung Nauders. Dort liegt er vor mir: Der Reschenpass. Auch hier hat es geregnet, aber die Sonne hat den gr\u00f6\u00dfen Teil des Wasser bereits verdunsten lassen und so entschlie\u00dfe ich mich, die nassen Regensachen auszuziehen und im Plastikbeutel zu verstauen. Jetzt wei\u00df ich warum die Plastikt\u00fcte auf der Packliste stand&#8230;<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=386\" rel=\"attachment wp-att-386\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-386\" alt=\"Nauders\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0930.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0930.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0930-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Nauders<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Die Weiterfahrt zur Grenzstation vor dem Reschensee verl\u00e4uft problemlos. Am See entlang ist die Hauptstra\u00dfe f\u00fcr Radfahrer gesperrt, aber den schlechte Radweg entlang der Hauptstra\u00dfe l\u00e4sst mir keine Wahl: Plattfu\u00df oder LKW&#8217;s? Ich entscheide mich f\u00fcr die verkehrsreiche Variante. Ein schnelles Foto vom Kirchturm im Reschensee und weiter gehts in Richtung Meran.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=387\" rel=\"attachment wp-att-387\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-387\" alt=\"Reschensee\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0931.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0931.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0931-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\"><a title=\"Reschensee\" href=\"http:\/\/www.urlaub-vinschgau.net\/historisches-geschichte\/kirchturm-graun-reschensee.asp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reschensee<\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<p>Hinter dem Reschensee wird der Radweg wieder besser. Ab und zu gibt es Schotterpassagen, aber diese sind gl\u00fccklicherweise nur wenige Meter lang, soda\u00df ich weiter auf dem Radweg bleibe, der hier zahlreiche Wegweiser besitzt. Es ist kaum m\u00f6glich, sich zu verfahren. Was nun folgt ist eine scheinbar endlose Fahrradautobahn. Diese folgt ab Glorenza dem Lauf des Wassers und das Rauschen eines begradigten Bergbaches in einem scheinbar riesigen Bett begleitet meinen Weg bis nach Lasa. Dort mache ich im Restaurant eines Campingplatzes Rast, g\u00f6nne mir kalorienreiches Mittagessen mit Alkoholfreiem Weizen (was sonst) und lehne mich im Sessel zur\u00fcck um den Blick auf die Berge zu genie\u00dfen. Ich h\u00e4tte nie gedacht, da\u00df die Gegend hier so sch\u00f6n ist. Ich f\u00fchle mich wie im Paradies und die scheinbar endlosen Obstplantagen entlang des Radweges tragen ihren Beitrag dazu bei.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=390\" rel=\"attachment wp-att-390\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-390\" alt=\"Der Fernradweg, eine Rennradautobahn in idyllischer Umgebung.\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0934.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0934.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0934-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Der Fernradweg, eine Rennradautobahn in idyllischer Umgebung.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>In Naturno verlasse ich den Radweg f\u00fcr einen kurzen Abstecher zur \u00f6rtlichen Eisdiele. Aus der geplanten Portion Eis werden Waffeln mit Eis, ein Eisbecher und ein gro\u00dfer Cappucino&#8230; der K\u00f6rper will Nachschub! Dann geht&#8217;s weiter durch die Plantagen zum geplanten Etappenziel Meran. Kurz vor Meran windet sich der Radweg in zahlreichen Minikehren hinunter bis auf 400m. Dann liegt Meran vor mir. Genug f\u00fcr heute? Die Sonne steht noch hoch und so fahre ich durch Meran hindurch und dann an der Etsch entlang.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=392\" rel=\"attachment wp-att-392\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-392\" alt=\"Obst soweit das Auge reicht.\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0936.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0936.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0936-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Obst soweit das Auge reicht.<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Kurz vor Vilpiano entschlie\u00dfe ich mich nach einer Unterkunft zu suchen, doch hier trennen die Obstplantagen den Radweg von der Zivilisation. Als ich dann ein ansprechendes Zimmer gefunden glaube stelle ich fest, da\u00df man hier ausgebucht ist. Optimistisch fahre ich weiter bis Terlan, wo ich denn auch f\u00fcndig werde und in einem auf den ersten Blick etwas altmotischen Hotel einchecke. Auf der Werbetafel stand &#8222;mit Pool&#8220; und sofort beschlie\u00dfe ich diese Gelegenheit zur Abk\u00fchlung zu nutzen.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=399\" rel=\"attachment wp-att-399\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-399\" alt=\"Hotel mit Pool\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0943.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0943.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0943-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Hotel mit Pool<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Das Abendessen im Hotel ist sehr &#8230; vornehm und der gro\u00dfe Teller ist schnell gelehrt. Es war lecker, aber nach 140 km und 1522 hm brauche ich einfach etwas mehr als ein paar Nudeln. Im lokalen Supermarkt werde ich f\u00fcndig und besorge mir ein paar &#8222;Nahrungserg\u00e4nzungsmittel&#8220;: Chips und Cola helfen ein wenig, das Kaloriendefizit auszugleichen. Dann mache ich noch einen Spaziergang durch den Ort. Bin ich hier in Deutschland oder in Italien? Weder noch&#8230; Hier ist S\u00fcdtirol und ich liebe diese Gegend immer mehr. Trotz des vollen Bauches verbringe ich die Nacht im gesunden Tiefschlaf. Der K\u00f6rper hat einiges nachzuholen.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=405\" rel=\"attachment wp-att-405\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-405\" alt=\"Terlan\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0949.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0949.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0949-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Terlan<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731604\/diFLsGdMWuupijZBtPkm\">http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731604\/diFLsGdMWuupijZBtPkm<\/a><\/p>\n<h3>Tag 3 &#8211; Terlan &#8211; Feldthurns<\/h3>\n<p><strong>Terlan, 11.07.2012 &#8211;\u00a0<\/strong>Fr\u00fchst\u00fcck gibt es erst ab acht, aber die heutige Etappe soll kurz ausfallen. So st\u00f6rt es mich nicht, da\u00df ich verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sp\u00e4t gegen kurz vor Neun die Weiterfahrt aufnehme. Der GPS-Track w\u00fcrde mich entlang der Hauptstra\u00dfe f\u00fchren, aber ich entschlie\u00dfe mich f\u00fcr die Radweg-Variante denn die verspricht deutlich mehr Ruhe. So gelange ich nach einigen Kilometern in die &#8222;Fahrradstadt Bozen&#8220; (so steht es zumindest auf dem Begr\u00fc\u00dfungsschild) aber die Radwegsituation stimmt mich weniger optimistisch. Erst hatte ich noch vorgehabt, mal in die Stadt zu fahren aber schnell wei\u00df ich: Ich will hier raus.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=419\" rel=\"attachment wp-att-419\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-419\" alt=\"Fahrradstadt Bozen\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0963.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0963.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0963-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Fahrradstadt Bozen?<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Laut, viel Verkehr, kaum Radwege&#8230; so stellt sich mir der Streckenverlauf dar und ich bin froh als ich Bozen hinter mir habe. Dann geht es einer stetigen leichten Steigung folgend auf dem Radweg in Richtung Clausen. Von Clausen aus sind es nur noch wenige Kilometer bis Feldthurns&#8230; aber was wollen mir diese Zahlen auf dem Orientierungsplan sagen? Richtig, wir sind hier in den Bergen und um von 200 m auf 850 m zu kommen muss man halt noch mal 650 hm bew\u00e4ltigen. Eigentlich kein Problem, ausser wenn man das nicht wirklich auf dem Plan hat. So kommt mir dieses letzte Teilst\u00fcck noch mal richtig anstrengend vor und die bis zu 15% der etwas ung\u00fcnstig gew\u00e4hlten Route machen das ganze nicht leichter.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=422\" rel=\"attachment wp-att-422\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-422\" alt=\"Feldthurns\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0967.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0967.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0967-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Feldthurns<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Irgendwann komme ich dann aber doch noch im W\u00f6rmaurer an wo ich mir ein gro\u00dfes Glas Wasser und Nudeln bestelle bevor ich mein Zimmer beziehe. Erst jetzt kann ich die 56 km und 866 hm mit einem Blick auf die Gei\u00dfler Spitzen genie\u00dfen. Ich habe es geschafft! Feldthurns ist erreicht.<\/p>\n<dl class=\"wp-caption alignleft\" id=\"\" style=\"width: 810px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"https:\/\/www.jockheck.de\/?attachment_id=433\" rel=\"attachment wp-att-433\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-433\" alt=\"Das Hotel W\u00f6rmaurer\" src=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0980.jpg\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0980.jpg 800w, https:\/\/www.jockheck.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/IMAG0980-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Das Hotel W\u00f6rmaurer<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a href=\"http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731608\/MI3WN5Xq7mQMare7zoEX\">http:\/\/trainingstagebuch.org\/public\/show\/1731608\/MI3WN5Xq7mQMare7zoEX<\/a><\/p>\n<h3>Anhang<\/h3>\n<p>Streckenverlauf: <a title=\"http:\/\/www.bikemap.net\/route\/1650350\" href=\"http:\/\/www.bikemap.net\/route\/1650350\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bikemap.net\/route\/1650350<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbereitungen Bludenz, 08.07.2012 &#8211; Es beginnt mit\u00a0 einer kurzen Tour durch Bludenz. 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