Wittekindsweg von Lübbecke nach Osnabrück mit dem MTB

Vorwort

Es sollte eigentlich eine Tour von Osnabrück nach Lübbecke werden. Dann kam irgendwie alles ganz anders. Das Leben ist halt nicht immer planbar. So hatte ich mich spontan entschlossen, die Strecke andersherum zu fahren. Manchmal muß man Entscheidungen treffen von denen man erst später weiß ob sie richtig waren. Aber gibt es überhaupt falsche Entscheidungen? Letztendlich gewinnt man in jedem Fall an Erfahrung. Daß diese Erfahrungen nicht so schlecht waren erkennt man daran Du liebe/r LeserIn diesen Artikel hier ließt. Es ist also alles gut gegangen.

Tag 1

Lübbecke. Es beginnt mit einer kurzen Tour in die Stadt. Eine Trinkflasche muß noch ans MTB. So fehlen Halter und Flasche. Ein kurzer Besuch beim Zweiradhändler und schon sitzt die neue Flasche am Rad. Die größte war die billigste. Ist die nicht vielleicht ein bischen zu groß? Man wird sehen.

Morgen habe ich Urlaub. Der Wetterbericht prophezeit bestes warmes Wetter. Ideale Vorraussetzungen für eine längere MTB-Tour.

Mit der neuen Flasche geht es erst mal zum nächsten Supermarkt, denn eine leere Trinkflasche am Rad macht irgendwie keinen rechten Sinn. Zwischendurch ein kurzes Gespräch mit einem Kollegen den ich unterwegs treffe. Ich bin nicht der einzigste MTB Fahrer der heute unterwegs ist. Dann erst mal Richtung Kammweg. Aus einer Laune heraus biege ich auf dem Kammweg in Richtung Osnabrück ein und ehe ich mich versehe befinde ich mich bei Rödinghausen. Wie die Zeit auf dem Rad vergeht. Zum zurück Fahren ist es jetzt zu spät. Also Frage ich Google wo der nächste Aldi ist und kaufe mir ein Proviantpacket: Alkoholfreies Weizen, Bananen und Chips kaufe ich in Bruchmühlen. Bei der Unterkunftssuche finde ich Rödinghausen irgendwie ansprechender. Also dort ein günstiges Zimmer mit Frühstück gesucht und gefunden. 35,- € inkl. Frühstück, da kann man wohl nicht meckern.

Tag 2

Am nächsten Morgen um 7 Uhr ein ausgiebiges Frühstück. Aus Richtung Süden zieht ein Gewitter herauf und so bleibt noch reichlich Zeit für ein ausgiebiges Gespräch mit dem Vermieter, welcher selbst begeisterter Radfahrer ist.

Um 9:30 Uhr ist das Gewitter endlich durch und es geht auf die Waldautobahn.

Am Nonnensteinturm werde ich von der Sonne begrüßt die endlich ihren Weg durch die Wolken gefunden hat. Von dort geht es hinab Richtung grüner See. Hier erweist sich der Weg als sehr schmal und trailig. Um als Alleinreisender kein Risiko einzugehen steige ich ab und überwinde dieses Teilstück zu einem großen Teil zu Fuß. Auch der Anstieg hinter dem grünen See zeigt sich von der schwieriegen Seite: Der Weg fällt stellenweise zur Seite ab. Abrutschen möchte man auf dieser Passage nicht, darum auch hier wieder zu Fuß unterwegs. Irgendwann wird es dann aber doch wieder besser und ich kurbele die nächsten Höhenmeter auf dem Rad bergauf.

Spannend wird es dann noch einmal kurz vor den Saurierspuren. Hier ist der Weg steil in der Abfahrt. Allerdings ist das Gelände übersichtlich und der Weg breit, sodaß ich diese Abfahrt richtig genießen kann.

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Zwischendurch findet man immer mal wieder Lichtungen die einen Blick auf den Stemweder Berg zulassen. Einmal sogar eine Schafherde am Wegesrand. Ein schönes Panorama.

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So auch kurz vor Leckermühle. Die schöne Aussicht entschädigt für die Strapazen. So langsam meldet sich der Magen und fordert Nachschub. Das Frühstück in Rödinghausen war reichlich und gut aber jetzt wirds Zeit für neue Kalorien. So entschließe ich mich zu einem Mittagsstop in Leckermühle im örtlichen Gasthaus.

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Dort gibt es gerade Buffet für 9,90 € im Angebot. Das sieht nicht nur lecker aus, es war auch wirklich lecker.

Auf der Suche nach dem richtigen Weg baue ich hinter Leckermühle noch einen Schlenker ein, da ich offensichtlich in Schild übersehen habe. Mit dem Smartphone wäre es jetzt sicherlich einfacher den Weg zu finden, aber die Akkus müssen geschont werden und ausserdem bin ich auf der Reise und nicht auf der Flucht.

So finde ich denn doch den weiteren Weg bis ich kurz vor Rulle fast im Sand stecken bleibe. Darum entschließe ich mich für einen Wechsel auf die Radroute nach Osnabrück. Und so dauert es dann auch gar nicht mehr lang bis ich in Osnabrück auf dem Marktplatz am Rathaus ankomme. Hier disktieren gerade ältere Passanten lautstark ob man denn den Fußweg mit Tischen und Stühlen eines Restaurants blockieren dürfe. Ich bin zurück in der Zivilisation.

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In Osnabrück gönne ich mir erst einmal ein großes Eis bevor ich mich auf den Weg zum Bahnhof mache. Der Heimweg verläuft im Anschluss recht unspektakulär: Bahnticket nach Lemförde gekauft und nach der Bahnfahrt rolle ich dann von Lemförde aus mit dem MTB durchs Oppenweher Moor nach Hause. Im Zug hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit Schülern die auch Richtung Wagenfeld reisen. Sie konnten sich nicht vorstellen daß man die ganze Strecke von Lemförde nach Wagenfeld freiwillig mit dem Rad fährt… wenn die wüssten…

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